Mein Wecker klingelte meistens gegen 7:30 Uhr und um 8 Uhr stand schon das Frühstück bereit. Es gab typisch französische Kleinigkeiten bei meiner Gastfamilie: Hefezopf, etwas Joghurt und natürlich einen Kaffee.
So ist man gleich entspannt in den Tag gestartet und außerdem war es schön, morgens schon ein paar Sätze auf Französisch zu wechseln.
Nach dem Frühstück ging es los in Richtung Sprachschule. Ich hätte den Bus nehmen können, aber weil das Wetter meistens traumhaft war, bin ich fast immer gelaufen.
Der Weg war für mich schon ein kleines Ritual – mit Sonne, Palmen und am Ende der Hafen von Antibes. Meine Sprachschule lag direkt dort. Kaum trat man aus dem Gebäude, war man in 50 Metern am Hafen.
Um 9 Uhr begann der Unterricht. Ich hatte mich für den Spezial-Intensivkurs entschieden: vormittags von 9 bis 12:20 Uhr Gruppenunterricht und danach noch 45 Minuten Einzelunterricht.
Der Einzelunterricht war sehr gut, da ich dort gezielt an meinen Schwächen arbeiten konnte.
Die Atmosphäre in der Klasse war super. Wir waren eine bunt gemischte Truppe aus aller Welt – Schüler aus Brasilien, USA, Schweiz, Italien …
Unsere Lehrerin war nicht nur kompetent, sondern auch mit ganzem Herzen bei der Sache. Der Unterricht war abwechslungsreich und manchmal richtig lustig, aber trotzdem hat man viel gelernt!
Einmal tanzte eine Mitschülerin aus Brasilien sogar Samba mitten im Unterricht. Langweilig wurde es also wirklich nie.
Immer wenn man die Sprachschule verließ, hatte man das Gefühl, etwas gelernt zu haben.
In der Pause oder nach dem Unterricht habe ich mir fast immer etwas in einer Boulangerie gekauft und danach ging es ab an den Strand. Meine Badesachen hatte ich morgens schon gepackt.
Besonders gefallen hat mir der Plage de la Garoupe, aber auch die Buchten am Cap d’Antibes sind wunderschön.
Ein Highlight waren aber auch die vielen Ausflüge. In der Schule habe ich eine Freundin aus der Schweiz kennengelernt und wir sind gemeinsam nach Grasse, Nizza, Cannes und nach Monaco gefahren.
Alles war mit dem Zug einfach erreichbar. Selbst die längste Strecke, nach Monaco, dauerte nur etwa eine Stunde.
Gegen 19 Uhr war ich wieder zu Hause bei meiner Gastmutter. Wir haben zusammen gegessen, über den Tag geredet und über die Pläne für den nächsten Tag gesprochen.
Natürlich alles auf Französisch – um mich weiter zu verbessern.
Als Fazit kann ich sagen, dass meine drei Wochen in Antibes eine perfekte Mischung aus Lernen, Spaß und Ausflügen waren.
Am Anfang hatte ich noch Probleme, alles zu verstehen, aber am Ende habe ich wirklich Fortschritte gemacht.
Also: Falls du überlegst, eine Sprachreise zu machen – trau dich und profitiere davon, so eine Erfahrung zu machen. :)